Ralf
16. März 2020

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Dehnen ja oder nein ? was sagt und hält Detlef Romeike davon? 

hier ein kleiner Ausblick aus seinem Buch Trainingsbuch für echte Männer

folgendes habe ich von Ihm gelernt
Dehnen ist in der Regel nur aus zwei Gründen wichtig:
1. Die Muskulatur ist nachweislich stark verkürzt.
2. Dein Körpergefühl (Deine Körperweisheit) signalisiert Dir, dass Du Dich dehnen solltest.

Im ersten Fall
Sind die bekannten Dehnübungen durchaus angebracht.
Beachte jedoch, dass Du bei der entsprechenden Dehnübung die Endposition nicht länger als 5 – 10 Sekunden hälst.
Mach kein Streching, dabei wird die Dehnposition bekanntlich bis zu 30 Sekunden, manchmal auch länger, gehalten.
Der Grund dafür: der sogenannte Dehnungsreflex soll ausgeschaltet werden.
Diesen Reflex solltest Du nicht ausschalten, er ist unser bester Schutz vor Überdehnung, zum Beispiel bei einem Sturz oder Ausrutschen. Extremes Dehnen kann auch zu Gelenkinstabilität führen.
Außerdem: Wenn Du mit komplexen und vollständigen Ganzkörperübungen trainierst, setzt Du ohnehin auch immer einen Dehnungsreiz,
denn sobald sich ein Muskel vollständig zusammenzieht, wir sein Gegenspieler automatisch gedehnt.

Im zweiten Fall
Wirst Du Dich wahrscheinlich eher dehnen, wie Du es von Katzen kennst, oder wie Du es vielleicht auch machst,
wenn Du morgens aufstehst und sich vor/ nach dem Aufstehen „räkeln“ bzw.„recken und strecken“.
Das Gleiche kann man auch beobachten, wenn Menschen lange sitzen müssen, z.B. während langer Bahnfahrten oder Flüge.
Es ist eine ganz natürliche Körperreaktion nach Ruhephasen.

Fazit
Du kannst Dehnübungen machen – must aber nicht.
Dehnübungen werden oft überschätzt. Wichtiger für Mobilität, Beweglichkeit und Gelenkgesundheit sind sogenannte Gelenkmobilisationen.
Wenn Du Dehnübungen in Dein Training integrieren möchtest, dann am besten als Teil des Abwärmens.

Der feine Unterschied
Beim Dehnen liegt der Schwerpunkt auf der Entspannungsfähigkeit der Muskeln.
Bei der Gelenkmobilisierung bewegst Du die Gelenk über Ihren gesamten Bewegungsradius fließend und kontrolliert.
Die Wirkung liegt dabei auf den Gelenken selbst sowie auf der Ansteuerbarkeit der entsprechenden Muskeln.
Dadurch werden die Gelenkflächen besser mit Nährstoffen versorgt und das Gelenk insgesamt besser in seiner Position stabilisiert.
Liebscher und Bracht wendet Dehnübungen zur gezielten Schmerzbeseitigung am ganzen Körper ein und das funktioniert!
hier wird die Dehnposition für ca. 2 Minuten gehalten
Tennisarm, Golfer Ellenbogen und Fersensporn lassen sich „ Wegdehnen“ es braucht nur etwas Geduld.

Ich hoffe das ich etwas Aufklärungsarbeit mit diesem Newsletter leisten konnte, für Fragen stehe ich Euch zur Verfügung.